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Wird Beyonce zur Weißen? Von Blässe und Bräune …

31.01.2012 | Keine Kommentare

Wird Beyonce jetzt zur Weißen? Nachdem das Dekolletee der schwarzen Sängerin erst jüngst wegen einer kolportierten Brustvergrößerung oder wahrscheinlich eher Bruststraffung ins Gerede kam, enthüllen nun aktuelle Fotos eine weitere Facette ihrer Vorliebe für kosmetische Chirurgie: Beyonces Haut scheint seit 2011 immer heller zu werden! Auch ihr Haar wurde mittlerweile blond: Marilyn lässt grüßen! Fast nichts ist mehr von Beyonces afroamerikanischen Wurzeln zu erkennen!

Erinnerungen an Michael Jacksons Bleichungen werden wach. Er, der geradezu süchtig nach plastisch-chirurgischen Eingriffen war, hatte stets Stein und Bein geschworen, an der „Depigmentierungskrankheit“ Vitiligo zu leiden. Möglicherweise hat er kleinere helle Vitiligo-Flecken, wie sie Dunkelhäutige häufig bekommen, zum Anlass genommen, seine ganze restliche Haut mit Monobenzon-Creme zu behandeln, wonach er „weiß“ aussah.

Auch Beyonce dürfte sich einer „Bleaching-Therapie“ unterzogen haben. Man munkelt, sie habe sich in einem schmerzvollen Verfahren helle Pigmente in die Haut eintätowieren lassen. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass sie sich mittels hautaufhellender Chemikalien wie Hydrochinon- oder Monobenzon-Creme behandeln ließ. Doch auch weniger bekannte Substanzen wie Maulbeerblätter-Extrakt und Kojik-Säure hemmen die Melaninsynthese der Hautpigmentzellen und sind in jenen Ländern gefragt, in denen helle Haut begehrenswert erscheint, also in den USA, der Karibik, Afrika und Asien.

In Europa ist chemisches „Bleaching“ derzeit noch nicht sehr verbreitet. Eher das Gegenteil, nämlich knackig braun zu sein! Doch Selbstbräuner und Solarien vermitteln zwar Bräune, nicht aber die gesunde Ausstrahlung, wie sie Sport in den Bergen oder ein Urlaub in den Tropen auf die Haut zaubern.
Eine ganze Industrie verdient mit Sonnencremes, chemischen Sonnenschutzfaktoren und Sunblockern Milliarden an der Ambivalenz der Menschen, was Sonne und Bräune anbelangt: Einerseits will man es ganz intensiv haben, andererseits hat man Angst davor, weil ein Zuviel an Sonne ja Krebs und Hautalterung verursachen soll. Die Alternative – weniger Sonnencreme und dafür auch etwas weniger Sonne – scheint für viele inakzeptabel zu sein.

Geht es denn auch gänzlich ohne Sonnencreme?
Seit längerem weiß man, dass das Hormon Melanotropin dafür sorgt, dass die Hautpigmentzellen den braunen Farbstoff Melanin erzeugen, der die Haut vor UV-Licht schützt und uns sichtbare Bräune verleiht. Wer zu wenig davon hat, bekommt bei intensiver Sonne leicht einen Sonnenbrand. Was würde also näher liegen, als Melanotropin vor dem Sonnenbad z.B. in Form einer Tablette einzunehmen, um sich das lästige Schmieren von Sonnencreme zu ersparen?

Tatsächlich können Ärzte mit der nötigen Erfahrung in der Therapie mit bioidentischen Hormonen (Hormonal Regeneration®) bereits Hormone wie Wachstumshormon, Testosteron und auch Melanotropin in Speziallabors biosynthetisch herstellen lassen. Zur Steigerung der Melaninsynthese gibt es inzwischen dokumentierte Therapieerfahrungen: Die Pigmentzellen produzieren bei entsprechender Therapie prompt mehr Melanin. Fazit: Man bräunt sehr schnell und ohne vorherigen Sonnenbrand und die Bräune hält nachhaltig an. Sonnencremes sind dann übrigens aufgrund der Schutzwirkung des körpereigenen Melanins verzichtbar. Jene Ärzte, die diese Behandlungen propagieren, sind überzeugt, dass regelmäßige Anwendung außerdem die Hautalterung verzögert und sogar vor Hautkrebs schützt.

Klingt das zu schön um wahr zu sein? Durchaus vielversprechend jedenfalls, aber eben noch nicht „zugelassen“. In den nächsten Jahren und vielleicht Jahrzehnten ist wohl nicht damit zu rechnen, dass etwas wie Melanotropin für den Normalverbraucher freigegeben und im Handel oder der Apotheke erhältlich sein wird. Dafür sorgt schon die Kosmetikindustrie, die sicher auch in Zukunft ihr sonniges Geschäft mit den Sonnencremes machen möchte,

meint Ihr DDr. Heinrich

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