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Warum wir heute bioidentische Hormone nehmen und Enzyme essen sollten (Teil 4)

23.07.2012 | Keine Kommentare

Lesen Sie, wie sich die Ernährung unserer Art in den 200 Millionen Jahren ihres Bestehens verändert hat und was dies für unsere Gesundheit und Schönheit heute bedeutet.

Vertreibung aus dem Paradies

Ein Klimaeinbruch vor etwa 20.000 Jahren bewirkte das Aussterben unseres Cousins, des Neanderthalers, und vertrieb auch unsere Menschenart Homo sapiens zunächst aus Teilen Europas. Dennoch konnte sich Homo sapiens dank seiner Intelligenz und Jagdtechnologie sehr gut behaupten. Wir breiteten uns bis nach Amerika aus und waren gegen Ende der letzten Eiszeit vor 10.000 Jahren weltweit als einzige Menschenart übrig geblieben.

Nach der letzten Eiszeit folgte noch kurz eine goldene Periode bis etwa vor 8.000 Jahren. Die Menschen konnten sich weiter vermehren, erlegten aber die durch die Eiszeit und den Klimawandel geschwächten Populationen der Mammuts und anderer Großtiere, bis es weltweit keine mehr gab.

Nur kleine Gruppen eiszeitlicher Riesentiere überlebten auf isolierten einsamen Inseln, bis diese letztlich doch von Menschen besucht wurden: So gab es Waldelefanten auf griechischen Inseln bis vor etwa 4000 Jahren, Mammuts auf der sibirischen Wrangel-Insel bis vor etwa 3.500 Jahren und Riesenfaultiere auf Cuba und anderen karibischen Inseln bis vor ca. 2.000 Jahren.

Das Verschwinden der eiszeitlichen Riesen war eine Katastrophe und bedeutete das endgültige Ende des Goldenen Zeitalters. Die Geister der großen Jagdtiere waren für immer gegangen, auch die Schamanen der Klans konnten sie mit all ihrer Magie nicht zur Rückkehr bewegen.

Die Jagd auf das verbliebene, kleinere und schnellere Wild war deutlich anstrengender und erforderte mehr Zeit und Aufwand. Bald war es vorbei mit dem paradiesischen Leben der Altsteinzeit. Da die Menschen nach wie vor ihre Nahrung vor allem über die Jagd bezogen, nahm diese neben dem Fischen und Sammeln von Wurzeln und Nüssen einen immer größeren Teil der Lebenszeit ein. Die Menschen hatten als Jäger, Fischer und Sammler stressige Ganztagesjobs, so wie wir heute im Büro.

Als katastrophal erlebten die Menschen sicher auch, dass viele wildreiche, idyllische Landschaften, wie das historische Vorbild des biblischen Paradieses, eine Flussebene am Persischen Golf, nach dem Abschmelzen der Gletscher durch den Anstieg des Meeresspiegels überschwemmt wurden.

In vielen Gegenden der Welt gab es zu wenig Wild, um die Ernährung zu sichern; bald beherrschten Hunger und Mangel das Leben der Menschen. Auch die Versorgung mit bioidentischen Hormonen und Enzymen aus den Organen der kleineren Jagdtiere war unzureichend, so dass die Menschen nun schneller alterten und wesentlich schlechter aussahen als ihre Ahnen der Altsteinzeit, die sich vorwiegend von den Riesentieren ernährt hatten. Die Menschen fühlten sich aus dem Paradies vertrieben und träumen seither in ihren Mythen und Legenden vom „Goldenen Zeitalter“ der Altsteinzeit.

Die Schamanen der Klans mussten sich an andere Geister wenden, um ihr Volk ernähren zu können: Nachdem sie sich mit den Geistern der Rauschpilze und der Nachtschattengewächse beraten hatten, wandten sie sich an die Geister von Pflanzen, die bisher nur einen kleinen Teil zur Nahrung beigetragen hatten: Überall auf der Welt begann man nun, Getreide und Feldfrüchte anzubauen. In manchen Regionen forderten die Geister der Getreide als Preis für ihre Zustimmung zur Ausnutzung ihrer Ressourcen Menschenopfer, in anderen waren die Geister bei den Pakten mit den Schamanen weniger anspruchsvoll.

Waren diese Getreidekörner und Feldfrüchte zunächst nur eine kleine Zugabe zur fleischdominierten Kost gewesen, wurden sie nun zur Grundlage der Nahrung. Der Genuss von Fleisch wandelte sich zur seltenen Beilage.

Unsere „artgerechte“ Ernährung in der Jungsteinzeit: Getreide, Gemüse, Früchte, Milchprodukte

Diese Umstellung in der Ernährung von dem Verzehr großer Mengen tierischen Fleisches, Fettes und Eingeweide hin zum Getreidebrei und später dem Brot hatte Folgen. Statt Eiweiß dominiert seither Stärke unsere Nahrung. Waren die Jäger der Altsteinzeit groß, stattlich und gesund, wurden die Bauern der Jungsteinzeit deutlich kleiner, waren schwächer und hatten mit allen möglichen gesundheitlichen Problemen wie Karies, aber auch Übergewicht, Gefäßverkalkung und Zuckerkrankheit zu kämpfen. Als „Notlösung“ der Unterversorgung mit Eiweiß kam es weltweit zu genetischen Mutationen bei Menschen, die sie in die Lage versetzten, die Milch der Haustiere verdauen zu können.

Zur Zeit der Venus von Willendorf (die weltberühmte Skulptur der jüngeren Altsteinzeit kann man heute im Naturhistorischen Museum in Wien bewundern), war eine solcherart dicke Frau noch selten und verkörperte ein Idol der Fruchtbarkeit, zur Zeit der jungsteinzeitlichen Bauern waren dicke Menschen durchaus häufig, weil Getreide Stärke enthält, die der Körper als Fett speichert.

Lesen Sie im nächsten Blog das Resümee für heute: Seit der Jungsteinzeit hat sich nicht so viel an unserer Ernährung geändert, abgesehen davon, dass raffinierter Zucker erst seit relativ kurzer Zeit in großen Mengen gegessen wird und wir in den Industrienationen heute mehr Fleisch essen, als in den Jahrhunderten davor. Wie müsste heute eine artgerechte Ernährung aussehen und wie schaffen wir eine eiweißreiche und gesunde Ernährungsgrundlage für die riesige Weltbevölkerung?

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