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Stammzellen von jungen Frauen – der Jungbrunnen der Zukunft?

18.09.2013 | Keine Kommentare

Die Chinesen hatten schon von jeher ein Faible dafür, sich mit den Körpersäften junger Menschen zu verjüngen. Vor allem chinesische Herrscher und Herrscherinnen der Antike setzten gerne Elixiere ein, die aus Blut, Samen etc. von Tieren, aber auch Menschen gewonnen wurden. Der legendäre „Gelbe Kaiser“ etwa empfahl schon vor mehr als 5.000 Jahren älteren Männern, mit jungen Frauen zu verkehren, um sich dergestalt jung und vital zu erhalten. Allerdings sollten die Männer dabei ihre sexuellen Kräfte sparsam verwenden, um nicht den verjüngenden Effekt durch „Überbeanspruchung“ wieder zunichte zu machen.

Ich bin häufig auf Reisen, um medizinische Kongresse zu besuchen und mich mit Kollegen in aller Welt auszutauschen. Kürzlich war ich in China, wo einige Ärzte, so wie ich, mit körpereigenen Stammzellen aus Fett arbeiten. Dabei führte mir ein chinesischer Kollege vor, wie er Stammzellen aus dem Fett junger Frauen gewinnt, daraus Stammzellen isoliert, kultiviert und diese dann bei älteren Patienten therapeutisch einsetzt.

Natürlich werden die Spenderinnen vorab auf ihre Gesundheit getestet. Die Therapie verläuft laut Auskunft des chinesischen Arztes nebenwirkungsfrei. Irgendwelche Abstoßungsreaktionen kommen nicht vor.

Vor allem ältere Patienten mit chronischen Problemen profitieren dem Vernehmen nach sehr davon, doch auch bei chronischen Erkrankungen jüngerer Patienten, wie z.B. Arthrosen, setzt er lieber die Stammzellen junger Spenderinnen ein, als deren körpereigene Stammzellen. Dies, weil er meint, dass die Vitalität der gespendeten Stammzellen einfach höher wäre.

Abgesehen von älteren Menschen zeigen sich angeblich auch gute Erfolge bei der Behandlung jüngerer Leute, die etwa Probleme durch ungesunde Lebensführung, Alkohol etc. haben.

Natürlich erscheint der Ansatz verlockend und wer weiß, vielleicht spenden bald junge Frauen Fett, um ihre älteren Familienangehörigen zu kurieren? Schließlich werde ich oft genug in meiner Ordination gefragt, ob der/die fülligere Partner/Freund/in nicht Fett und Stammzellen für die Brustvergrößerung der dünnen Patientin spenden könne.

Davon abgesehen ist es aber meiner Überzeugung nach nicht nötig, das Restrisiko einer Infektion einzugehen und Zellen von Fremden zu verwenden, weil auch die körpereigenen Stammzellen eines älteren Patienten deutlich vitaler sind, als sein restlicher Körper. Damit können diese Zellen auch erfolgreich therapeutisch eingesetzt werden. Neben der Behandlung von Gelenksabnutzung liegt die Anwendung von Stammzellen aus Eigenfett bei der Therapie einer Reihe degenerativer und chronischer Krankheiten sowie zur allgemeinen Regeneration und Leistungssteigerung nahe.

Im Anschluss an unseren gemeinsamen Workshop und hocherfreut über mein Geschenk besonders köstlicher „Mondkuchen“ (chinesische Kuchen aus Lotussamen) bot mir der chinesische Kollege an, mir Stammzellen einer jungen Chinesin zu spritzen, damit ich den verjüngenden Effekt selbst testen könnte. Ich hab höflich abgelehnt. Aber – wer weiß, wie ich in 20 Jahren darüber denke,

meint Ihr DDr. Heinrich

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