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Tom Hanks: Lieber Diabetes als Highschool-Körper?

28.08.2014 | Keine Kommentare

Als Walt Disney im Kinofilm Saving Mr. Banks setzt sich Tom Hanks dafür ein, dass die wundersame Geschichte vom fliegenden Kindermädchen Mary Poppins endlich auf die Leinwand kommt. Fast so märchenhaft ist auch die steile Karriere des Schauspielers selbst, der 1956 unweit von Hollywood geboren wurde und dem die Schauspielerei gleichsam in die Wiege gelegt wurde. Als Tom schließlich die Hauptrolle im Film Forrest Gump bekam, war sein Schicksal als Hollywood-Schauspieler besiegelt und er konnte sich kaum mehr vor Angeboten retten.

Besonders in Erinnerung geblieben ist mir sein Film Cast Away – Verschollen, in dem er monatelang alleine auf einer einsamen Insel überlebt, wo ein Volleyball zu seinem besten „Freund“ wird. Doch nicht nur in der Rolle des Verschollenen oder des Forrest Gump macht dem bekannten Schauspieler seine Gesundheit zu schaffen, sondern leider auch im echten Leben.

Vor über zwanzig Jahren wurde Tom Hanks mitgeteilt, dass sein Blutzuckerspiegel konstant zu hoch sei und sich dies im Laufe der Jahre verschlechtern und zu Diabetes führen würde. Das hielt den Hollywood-Star jedoch nicht davon ab, einen Erfolgsfilm nach dem anderen abzuliefern und immer wieder in abwechslungsreiche Rollen zu schlüpfen, die auch erfordern, dass er sein Aussehen stark verändert oder sogar zu- oder abnimmt.

Letzten Frühling eröffnete ihm sein Arzt, dass sich sein erhöhter Zuckerspiegel mittlerweile zu Typ-2-Diabetes verschlechtert habe. Diabetes ist eine Stoffwechselkrankheit, die ständig zu einer abnormalen Erhöhung der Blutzuckerwerte führt und oft eine lebenslange Therapie notwendig machen kann. Bei Typ-1-Diabetes produzieren die Pankreaszellen durch eine Schädigung zu wenig Insulin, bei Typ-2-Diabetes produzieren sie zwar genug, aber die Zielzellen des Hormons Insulin im Körper sind gegen Insulin unempfindlich geworden, so dass es nicht den Blutzuckerspiegel senken kann.

Um Typ-2-Diabetes entgegenzuwirken, ist eine möglichst steinzeitliche Ernährung mit Reduktion bei stärke- und zuckerhaltiger Nahrung sinnvoll. Für die meisten der Betroffene ist auch eine Gewichtsabnahme ratsam. Doch Tom bleibt eher der Linie des Forrest Gump treu, der im Film angibt, mehr als eine Million Pralinen essen zu können, nachdem seine Mutter ihm beigebracht hatte, dass das Leben wie eine Schachtel Pralinen sei – man wisse nie, was man bekommt…

So äußerte Tom gegenüber dem Magazin Hollywood, dass er nicht vor habe, abzunehmen: „Man kann Diabetes durch die Ernährung regulieren. Mein Arzt meinte, wenn ich wieder wiege, was ich in der Highschool gewogen habe, dann werde ich wieder rundum gesund und nicht Typ-2-Diabetes haben. Darauf habe ich nur gesagt, dass ich dann wohl Typ-2-Diabetes haben werde.“ Natürlich kann Abnehmen anstrengend sein, doch es ist sicher angenehmer als die Folgekrankheiten des Diabetes und die Therapien, die dann nötig sind.

Natürlich bekommen nicht alle Menschen, die sich ungesund ernähren, auch Typ-2-Diabetes. Die Anfälligkeiten der Organe sind, je nach Erbanlagen, unterschiedlich. Man kann aber versuchen, sie zu stärken: Mittlerweile versucht man, Diabetes sowie andere Organkrankheiten und -schäden mit körpereigenen Stammzellen aus Fett zu behandeln. So könnten die geschädigten Zellen im Körper durch Wachstumsfaktoren, die von den Stammzellen abgegeben werden, zur Reproduktion angeregt werden. Bei Typ-1-Diabetes kann eine Stammzelltherapie möglicherweise auch die Fehlregulation und in der Folge die Schädigung der Bauchspeicheldrüse reduzieren.

Für die Behandlung mit körpereigenen Stammzellen wird eine kleine Menge an Fett mittels Fettabsaugung mit Mikrokanülen in Handarbeit abgesaugt. Aus dem gewonnenen Fett werden Stammzellen extrahiert und dem Körper anschließend entweder intravenös zugeführt oder direkt beim betroffenen Organ injiziert, wo sie ihre regenerative Wirkung entfalten können. Dabei ist eine örtliche Betäubung ausreichend und der Eingriff kann ambulant erfolgen.

Unabhängig davon ist eine Gewichtsabnahme mit durchdachter Ernährung trotzdem ratsam, auch wenn Tom bislang nichts davon wissen möchte. Doch nicht immer ist die Ernährung alleine schuld am Übergewicht: Meist liegt ein hormonelles Ungleichgewicht vor, das durch bioidentische Hormone, die den menschlichen Hormonen im Aufbau gleichen, ausbalanciert werden kann. In der Folge fällt es üblicherweise leichter, durch Anpassen der Ernährungs- und Lebensgewohnheiten und ein maßgeschneidertes Trainingsprogramm das Idealgewicht zu erreichen und auch langfristig zu halten.
Vielleicht sollte Tom Hanks sich, wenn schon nicht auf die Highschool-Zeit, dann aber doch auf die Zeit der Dreharbeiten zu Cast Away – Verschollen zurückbesinnen: In der Rolle des Gestrandeten auf der einsamen Insel sah man den Hollywood-Schauspieler so richtig rank und schlank.

Ihr DDr. Heinrich

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