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Ariana Grande: “Problem” mit Selbstbräuner…

08.08.2016 | Keine Kommentare

Sommer, Sonne, Sonnenschein – viele wünschen sich einen sommerlichen goldenen Teint, egal, wie es draußen gerade aussieht! So auch US-Schauspielerin und Sängerin Ariana Grande.

Obwohl die junge Italo-Sizilianerin, auch bekannt aus der Teenager-Sitcom Victorious, ohnehin zu den dunkleren Hauttypen zählt, greift sie im Winter gern zur Selbstbräuner-Tube, um mehr Teint zu bekommen. So auch kürzlich vor einem Meet&Greet in London. Ihr missglückter Selbstbräuner-Versuch ist ihren Fans natürlich nicht entgangen. Manche fanden, die talentierte Sängerin machte ihrem Song Problem damit alle Ehre. Ein fleckiges Dekolletee und gelb verfärbte Finger und Handflächen verrieten ihre Probleme mit der Tube.

Natürlich hat Selbstbräuner auch Vorzüge – man wird braun, ohne die „bösen“ UVA- und UVB-Strahlen, die sowohl im Solarium, als auch im natürlichen Sonnenlicht enthalten sind. Diese schädigen bekanntlich die Erbsubstanz von Hautzellen, was zu Hautkrebs führen kann. Zu allem Überfluss altert die Haut durch das sogenannte „Photo-Aging“ auch sichtbar schneller. Hier kommt es aber auf die Dosis an, denn UV-Licht ist auch sehr wichtig für die Gesundheit, bewirkt es doch z.B. die Synthese von Vitamin D3 (D-Hormon). Eine gewisse Hautbräunung sieht also nicht zu Unrecht gesund aus.

Wie kann man – abgesehen von Selbstbräunern – die Haut bräunen, ohne sie zu schädigen? Offenbar vertragen Menschen mit dunkler Haut die Sonne besser. Könnte man nicht einfach die Pigmentzellen der Haut dazu bringen, mehr dunklen Farbstoff zu produzieren?

Als Leser/in meines Blogs wissen Sie, eine derartige Behandlung gibt es bereits: Die Verabreichung von Melanotropin, einem Peptid-Botenstoff, der die Pigmentzellen unserer Haut zur Synthese des Farbpigments Melanin anregt und die Haut so nach und nach dunkler erscheinen lässt. Bei dieser Therapie wird dem Patienten ein dem Melanotropin analoges Peptidmolekül (Melanotan I, Melanotan II) verabreicht.

Von einer solchen Therapie könnten vor allem hellere Hauttypen profitieren, die zu schmerzhaftem Sonnenbrand neigen. Das so produzierte Melanin wirkte auch protektiv gegen UV-bedingte Sonnenschäden der Haut und verhinderte vorzeitige Hautalterung.

Momentan ist die Behandlung jedoch noch nicht für Jedermann frei zugänglich. Lediglich Patienten mit speziellen Lichtallergien haben in Italien und der Schweiz Anspruch auf eine Behandlung mit dem Melanotropinanalogen Melanotan I. In anderen Ländern können Patienten nur im Rahmen einer auf ihre individuellen Bedürfnisse maßgeschneiderten experimentellen Behandlung speziell angefertigte Melanotropinanaloge zugeführt bekommen, um ihre Haut zu schützen, wenn sie bräunen.

Allerdings wirken Melanotropinanaloge nur, wenn man auch ein wenig Sonne abbekommt. Ganz ohne Sonne geht es nicht, weil die Pigmentzellen ja durch das Sonnenlicht angeregt werden, Melanin zu produzieren. Doch gerade in Hollywood, wo Ariana wohnt, würde es an Sonne wohl auch jetzt nicht mangeln, meint
Ihr DDr. Heinrich

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